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Einzelhandel

Diese Entwicklung wurde ermöglicht  durch Erkenntnisse über Stadtentwicklung der vergangenen Jahrzehnte. Auch in den USA und Kanada, wo man die Malls wieder in die Innenstädte bringt.

Grundlagen für dieses „Zurück in die Innenstädte“ basieren bei uns in Deutschland auf der „Sozialen Marktwirtschaft“, die der  Wirtschaft allgemeine, sozialverträgliche Regeln auferlegt,  dem Raumordnungsrecht der EU (nach dem Prinzip der zentralen Orte), der Raumordnung des Landes Niedersachsen  sowie der regionalen Raumordnung des  Landkreises Osnabrück.

Im Rahmen einer Fachfortbildung für den gesamten Stadtrat am 5. Juni 2014, erklärte der Referent Dr. Janning,  der maßgeblich in Nordrhein-Westfalen sowie auf Bundesebene  die rechtlichen Prinzipien der Raumordnung mitgestaltet hat, dass aufgrund vieler negativer Beispiele, selbst in Großstädten, eine Strukturierung der Handelsansiedlung dringend notwendig ist. Diesem Thema hat sich auch die IHK Osnabrück schon vor Jahren angeschlossen.

Die Grundsatzentscheidung, ob es in Bersenbrück eine lebendige, funktionierende Innenstadt oder ein Marktzentrum am Stadtrand geben soll, ist somit nicht nur eine Entscheidung des Rates sondern auch der gesetzlichen Vorgaben. Demnach ist die gewünschte “Stärkung der Innenstadt“ und ein „Gegenzentrum am Stadtrand“ weder wirtschaftlich  noch funktional darstellbar. Also: Innenstadt oder Gegenzentrum.  Beides geht nicht – auch nicht in  Bersenbrück.

Die Liste derer, die sich für eine Stärkung der Innenstadt entschieden haben und damit gegen Gegenzentren, ist lang. Die Grünen Fraktion reiht sich lediglich ein.

In Bersenbrück stecken wir seit Jahren in einer Zwickmühle. Auf der einen Seite wurde vor Jahren aus Steuergeldern ein zweistelliger Millionenbetrag in die Sanierung der Linden- und Bramscher Straße investiert, wovon auch ein erheblicher Anteil  von den anliegenden Geschäftsleuten zu tragen ist. Auf der anderen Seite wird seit 2010 für Flächen am Stadtrand versucht, die Nutzungsmöglichkeiten auf Kosten der Allgemeinheit für einen Investor anzupassen.

Durch die Uneinsichtigkeit der Ratsmehrheit und der damit verbundenen Rechtsunsicherheit, wurde nicht nur die Entwicklung eines einzelnen Familienbetriebes, sondern die gesamte positive Entwicklung der Stadt um mehr als drei Jahre verzögert.

Wir Grünen unterstützen die Bemühungen eines, im Außenbereich der Stadt seit Jahrzehnten ansässigen Betriebes, einen zukunftsfähigen Standort für die Unternehmensnachfolge zu finden.

Hierbei ist es uns wichtig, dem Betrieb eine Fläche anzubieten die flächenmäßiges Entwicklungspotential (also über 800 m² hinaus) hat, über eine gute Erreichbarkeit und ausreichende Parkplätze verfügt sowie eine hohe Kundenfrequenz bietet. Diese Standortfaktoren sind in der Innenstadt sogar an mehreren Stellen vorhanden, sodass ein neuer Elektronik-Fachmarkt von vorhandenen Frequenzbringern unterstützt würde. Gleichzeitig könnte er die Innenstadt beleben. Auf diese Weise könnte z. B. an der Lindenstraße ein 20.000 m² umfassendes Marktzentrum entstehen, das wiederum weitere Geschäfte ermutigen könnte, sich in der Stadt anzusiedeln.

Allerdings ist zu berücksichtigen, dass jeder innenstadtrelevante  Betrieb, der sich im Außenbereich ansiedelt, die Entwicklung der Stadtmitte nicht fördert, sondern schwächt. Gleichzeitig besteht die Gefahr, dass sich jederzeit z. B. ein anderer Elektronik-Markt im Zentrum der Stadt ansiedeln kann, ohne dass es einen Sortimentsschutz für den Markt im Außenzentrum gibt. Umgekehrt könnte die Stadt Bersenbrück heute für einen Elektronik-Markt im Zentrum diesen Sortimentsschutz beschließen. Das Zulassen eines Elektronik-Fachmarktes auf dem ehem. LNK-Gelände stellt rechtlich eine Ausnahmeregelung dar, die nach Ansicht der Grünen nur sinnvoll ist, wenn es im Zentrum keine geeigneten Flächen gibt.

Wir Grünen werden die jungen Betriebsnachfolger bei ihrer Suche nach einem zukunftsfähigen Standort für die Betriebsumsiedlung  weiterhin  unterstützen und die Unternehmensentscheidung in jedem Fall akzeptieren. Gleichwohl halten wir einen Wechsel in die Innenstadt z. B. auf das Hollenberg-Gelände oder in das Marktzentrum an der Lindenstraße, nicht nur für den Elektronik-Markt, sondern für alle Bürger und Unternehmen für die bessere Wahl.

Das Gartencenter, den Baumarkt, den Möbelmarkt sowie die Tankstelle haben wir von Anfang an befürwortet. 

Wir Grünen werden die Entscheidung des zu verlagernden Elektronik-Betriebes nicht behindern, sondern ihm beide Optionen anbieten. Aus diesem Grunde werden wir zustimmen, sofern es bei dieser Ausnahmeregelung für den Elektronikmarkt bleibt. 

Diesen heute geplanten Beschluss hätten wir bereits am 11.03.15 haben können. Er ist inhaltliche identisch mit dem Beschlussvorschlag, den die Fraktionen SPD und Grüne gemeinsam erarbeitet und in die VA-Sitzung eingebracht hatten.

 

 

Die aktuelle Einzelhandelsversorgung

Die Erweiterung des Netto-Marktes in Bersenbrück an der Lindenstraße hat begonnen. Gestern wurden die Grundmauern des neuen Marktes erstellt. Die Neueröffnung des Marktes ist voraussichtlich für den 28. April geplant. Zwischenzeitlich wird der Markt für ca. sechs Wochen (ab 14.März)komplett geschlossen. Ab Mai diesen Jahres dürfte sich die Kaufkraftabschöpfung im Lebensmittel-/Discountbereich wieder der 200 %-Marke nähern. Im letzten Jahr lagen wir in Bersenbrück bei ca.  150 %. Zwischenzeitlich haben der Combi-Markt und auch der ALDI ihre Pforten geöffnet. Hinzu kämen jetzt evtl. die Umsatzzuwächse des erweiterten Netto- Marktes. Ebenfalls steht noch die bereits genehmigte LIDL-Erweiterung an.  Es darf hier doch die Frage gestellt werden, in welcher Form der neue Kaufland-Großdiscounter dann noch die Angebotsvielfalt  bzw. die Versorgungssicherheit in Bersenbrück und Umgebung verbessert oder, ob es nur einen Verdrängungswettbewerb geben wird, an dessen Ende Fürstenauer Verhältnisse stehen werden? Vor diesem Hintergrund sollte auch das Einzelhandelskonzept der Samtgemeinde bzw. der Stadt Bersenbrück diskutiert werden.

josef Weissmann

Neues aus dem Gerichtssaal

Einkaufscenterpläne erneut gescheitert      Pressemitteilung in NOZ vom 11.07.2014 Seite 5

dpa Bispingen. Die Pläne der Gemeinde Bispingen zum Bau eines weiteren großen Einkaufszentrums in der Lüneburger Heide sind vor Gericht gescheitert. Das Oberverwaltungsgericht (OVG) in Lüneburg hat die Bebauungspläne für das Gelände in der Nähe der Skihalle „Snow  Dome“ an der A 7 am Donnerstag für unwirksam erklärt. Bispingen hätte die Auswirkungen auf den Einzelhandel im benachbarten Soltau prüfen müssen, urteilte das Gericht. Die Nachbarstädte hatten sich bereits vor Jahren gegen das Outlet-Center gewehrt.

http://www.oberverwaltungsgericht.niedersachsen.de/portal/live.php?navigation_id=22004&article_id=126212&_psmand=134

Gedanken zur Kreuzung

Die Planer dieser Brücke hatten sicher die Idee, den rechten Durchlass zu nutzen.  Entweder für einen 4-spurigen Ausbau der Bundesstraße oder den Bau einer Parallel-Erschließungsstraße zum Gewerbegebiet. Die Perlenkettenabtlg. der cDU sagte ja, sie wollen ihre Versprechen halten. Also los, setzen wir die Planung um, sonst ist es Verschwendung von Steuergeldern. Eine Brücke mit halber lichter Weite wäre sicher wesentlich peiswerter geworden. Weiterlesen

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Bezug: Antrag auf Anpassung der Bauleitplanung an die Ziele der RO und an die Baunutzungsverordnung 1990, mündlich angeregt seit 2011, eingereicht mehrfach, zuletzt am 05.06.14 und am 02.07.14

 

Betr.:  Antrag zu Vorstellung des Entwurfes des Einzelhandelskonzeptes im Rahmen einer öffentlichen Informationsveranstaltung unter Beteiligung aller Ratsmitglieder, der Träger Öffentlicher Belange (insbesondere IHK und Einzelhandelsverband), der Werbegemeinschaften, der Bürgermeister der Mitgliedsgemeinden u.a.  zur  notwendigen Überplanung des Gewerbegebietes West mit Anpassung an die aktuelle Baunutzungsverordnung.

Als Fachberater bitten wir, neben Frau Staiger auch Herrn Dr. Janning einzuladen.

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Bürgerbeteiligung für das Einzelhandelskonzept

Bersenbrück (pm) Die Fraktion Bündnis90/Die Grünen im Stadtrat Bersenbrück befassen sich seit 2011 intern intensiv mit dem Thema „Nachhaltige Wirtschaftsplanung in der Region Bersenbrück“. Mit Erfolg wurde inzwischen das Flächenmanagement der Stadt Bersenbrück auf transparente Beine gestellt.

Jetzt schlagen sie vor, für den Entwurf des Einzelhandelskonzeptes  Transparenz für den Bürger herzustellen.

Eine Informationsveranstaltung sollte  deshalb unter Beteiligung aller Ratsmitglieder, der Träger Öffentlicher Belange (insbesondere IHK und Einzelhandelsverband), der Werbegemeinschaften und IGs,  und natürlich der Bürgermeister aller Mitgliedsgemeinden stattfinden.
 

Von einem Gegenzentrum mit der Sogkraft des geplanten Kaufland-Marktes in Bersenbrück werden nach Expertenmeinung alle umliegenden Gemeinden betroffen sein.

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Abriss

Der Abriss des Supermarktgebäudes im Bersenbrücker Industriegebiet West hat begonnen. Zuvor nutzte die Feuerwehr das leer stehende Gebäude für eine Großbrandübung. Foto: Reinhard Rehkamp

Leserzuschrift BKR 25.1.14 „Gefühlt hinter unserem Rücken“

Das BKB beschreibt in der Berichterstattung vom 25.01.14 mit dem Titel: „Gefühlt hinter unserem Rücken“, welchen Stellenwert Ratsmitglieder in Bersenbrück tatsächlich haben. Auch und erst recht die der Mehrheitsfraktion.   Der neue Projektentwickler des ehemaligen Combi-Geländes machte den anwesenden Ratsmitgliedern schonungslos deutlich, dass nicht sie, sondern bestimmte Investoren die Fäden in Bersenbrück in der Hand halten.

 

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Leserbrief von J. Weissmann

Ein Verbrauchermarkt von ca. 3000 m² VK-Fläche auf der grünen Wiese ist eben nicht zeitgemäß, wie die Investoren Kolde/Schwarzendahl im Bericht des Bersenbrücker Kreisblattes glauben machen  wollen. Ein solcher Markt ist nach der geltenden Raumordnung, wie das Urteil des OVG Lüneburg bezüglich des LNK-Geländes gezeigt hat, eigentlich gar nicht genehmigungsfähig.

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INVESTOREN WERBEN UM BERSENBRÜCK

Grüne fordern Mediation des Bürgermeisters ein.
Bersenbrück
Es ist aus Sicht der Grünen wichtig, im Folgenden die wichtigste Punkte unseres politischen Handelns und den Ablauf der Geschehnisse dar zu legen:

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Wiederholter Antrag auf Klagerücknahme im Juni 2013

Hier der 3. Versuch, die noch laufende Klage zurücknehmen zu lassen:

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Endgültiges Aus für Einkaufszentrum auf LNK-Gelände

Oberverwaltungsgericht Lüneburg weist Beschwerde ab – Baier: Klare Rechtslage wird für Bewegung an anderen Standorten sorgen.
cg/pm Bersenbrück. Das von der Stadt Bersenbrück geplante Einkaufszentrum mit einer Größe von rund 5700 Quadratmetern auf dem ehemaligen LNK-Gelände ist rechtlich nicht zulässig. Das hat das Oberverwaltungsgericht Lüneburg jetzt entschieden. Es wies eine Beschwerde der Stadt gegen ein gleichlautendes Urteil des Verwaltungsgerichtes Osnabrück vom März 2013 zurück. Der Beschluss der Lüneburger Richter ist nicht mehr anfechtbar und bedeutet das endgültige Aus für das geplante Einkaufszentrum. 

Foto: Chr. Geers

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christliche??-Demokratische Union in Bersenbrück?

Nachdem in einer Sitzung  von einem der vielen Bürgermeister der Stadt versucht wurde, mich bzgl. meiner Wortwahl (Gutsherren, Gutsherrenart)"reinzuwaschen" (Das gehört sich nicht, das macht man nicht!), jedoch keinerlei Einsicht oder gar Selbstreflexion auf die eigene, völlig entgleiste Pressemitteilung zu erkennen ist, hier ein Leserbrief:

Foto: H. Schwitalla

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Nicht zu übertreffen: PM der cDU vom 30.03.2013

An Dreistigkeit im Verteilen von Unwahrheiten, auch vom Mobben der Grünen, ist diese Pressemitteilung der cDU, erschienen am 30.03.2013 als pm in der NOZ, nicht zu überbieten.

Die Darstellung der Grünen ging am 26.03.2013 an die Presse, ist bisher aber nicht erschienen. Nachzulesen hier:
Eine etwas detailliertere Darstellung zur Entwicklung der Problematik finden sie hier:
hier die PM der cDU:

 

Foto: H. Schwitalla

Bersenbrück. Kein Baumarkt, sondern ein Verbrauchermarkt mit Vollsortiment auf dem LNK-Gelände sei die beste Lösung für Bersenbrück.

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Leserbrief vom 26.03.2013 von E. M.

Leserzuschrift zu Gerichtsentscheid LNK-Gelände

 

 

 

 

 

Foto: E. Middelschulte

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Erklärung zur Entwicklung des "LNK-Problems"

Was geschah mit Combi?        von J. Weissmann    27.03.2013

 

Die Frage, warum der Combi-Markt, als größter Vollsortimenter im Ort, den Standort Bersenbrück aufgab, liegt sicherlich auch in der Entwicklung der Einzelhandelslandschaft der letzten Jahrzehnte.

Foto: H. Schwitalla

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