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Alle sitzen  im selben Boot. 
Die Grünen fordern: Zurück zum Einzelhandelskonzept
Die Forderung der Grünen bleibt die Rückkehr zum Einzelhandelskonzept und eine Überplanung der Gewerbeflächen gemäß der aktuellen Gesetzesordnung.
Was erreicht man eigentlich mit einem Einzelhandelskonzept?
Kann man das mit wenigen Worten beschreiben?
Ja: Das Ziel ist Verlässlichkeit für alle an der Entwicklung eine Kommune Beteiligten.
Was heißt das?
Eine Kommune setzt sich zusammen aus den Bürgern, der Verwaltung, den Gewerbebetrieben und den Geschäften im Innenstadtbereich. Daneben gibt es natürlich Institutionen wie Schulen, Gerichte, Behörden.
Was den Lebenswert einer Kommune betrifft, so ist dieser abhängig von den Angeboten für das tägliche Leben. Dazu gehören auch z.B. Gaststätten  und Geschäfte und kulturelle Angebote.
Der Gesetzgeber die Möglichkeit geschaffen, das alles zu regeln. Bereits zu Beginn der Bundesrepublik hatte man sich darüber Gedanken gemacht und das Ganze bewusst in Vereinbarungen gegossen. Diese kennen alle unter dem Begriff „Soziale Marktwirtschaft“.
Es  ist die Aufgabe einer Kommune, also der Ratsmitglieder, diese Gesetze in der eigenen Gemeinde an zu wenden.
Also haben die Ratsmitglieder ein Instrument, das es ihnen ermöglicht, ihre Stadt mit einer möglichst hohen Lebensqualität auszustatten. Ein wichtiger Faktor für Lebensqualität ist die wohnortnahe Versorgung mit Gütern des alltäglichen Bedarfs. Dafür sorgt der Einzelhandel. Dessen Ansiedlung kann gesteuert werden. Das geschieht  über die Bauordnung und natürlich über sogenannte Einzelhandelskonzepte, die entsprechend den Bedürfnissen einer Kommune entwickelt werden. Dabei helfen Experten wie Behörden, Fachjuristen und die IHK.
Eine Kommune kann z.B. verhindern, dass sich Leerstände vermehren und verfestigen. Mit Projekten wie Kaufland, die außerhalb der Stadtkerne Gegenzentren bilden,  geht das nicht. Wie inzwischen bekannt, bringt Gewerbe auf der Grünen Wiese keine Vorteile, erzeugt aber im Vorfeld Kosten z.B. für Zuschüsse aus der Stadtkasse beim Flächenverkauf.  Zusätzliche Straßenbaumaßnahmen verschlingen weitere öffentliche Gelder, weil hier die Stadt zahlt und nicht der Anlieger.
Das Steueraufkommen ist verschwindend gering, wie man am Beispiel der sehr niedrigen Bersenbrücker Steuerkraftzahlen erkennen kann. Diese müsste im Vergleich zu Ankum wesentlich höher sein.  Arbeitsplätze entstehen nur, indem sie andere verdrängen. Hochwertig sind sie kaum, da  Firmen wie Kaufland Mitarbeiter häufig über Leiharbeitsfirmen einstellen.
Um welchen Preis also sollte eine Kommune solche Projekte fördern? Weil ein Investor profitiert?  Das mag ein guter Grund sein für  eine politische Partei, die sich verbunden fühlt.
Aber: Ist für Bersenbrück alles zu spät?
Nein, meinen die Grünen. Es ist nicht zu spät. Bersenbrück hat großen Schaden erlitten. Die inzwischen vorliegenden  Vergleichszahlen  zu Steuerkraft und Pro-Kopf-Verschuldung beweisen, dass das bisherige Handeln nicht von Wirtschaftskompetenz geprägt war.  
 Verantwortlich zeichnet die Ratsmehrheit, weil sie alle Warnungen von SPD und Grünen in den Wind geschlagen hat.
Jetzt heißt es, nach vorne blicken. Die vorhandenen Gewerbegebiete müssen überplant werden. Prämisse muss eine gute und gleichberechtigte  Entwicklungsmöglichkeit  für alle Gewerbe der Stadt sein. Insbesondere die inhabergeführten Geschäfte sind auf solche Absicherungen angewiesen. Ihre Immobilien sind häufig gleichzeitig ihre Alterssicherung.
 
In einer öffentlichen Versammlung wurde das von allen Parteien zusammen mit den Gewerbevertretern entwickelte Einzelhandelskonzept vorgestellt und mit den Bürgern und Kaufleuten diskutiert. Möglichkeiten und Ziele sind darin fixiert. Die Kaufleute wollen es. Sie brauchen es, wie sie sagen, weil es für alle festlegt, welche Rechte und Pflichten einzuhalten sind.
 Kaufleute forderten also deutlich, das Einzelhandelskonzept zu beschließen. Die IHK und der  Einzelhandelsverband als Fachbehörden, sowie viele Bürgermeister von Nachbargemeinden schließen sich dieser Forderung an.
Die Grünen gehen noch weiter. Sie haben Geld aus dem Stadthaushalt gefordert. 25.000 €  sollen es sein. Es könnten Maßnahmen finanziert werden zur Unterstützung des inhabergeführten Einzelhandels, um die Geschäfte zukunftsfähig in Bezug auf den Online-Handel und die wachsende Konkurrenz großer Handelsketten zu machen. Probleme sind Betriebsnachfolge, Online-Präsenz, Warenpräsentation. Es muss auch ein Signal an die Einzelhändler gehen, dass man sich als Politik um sie kümmert. Nach der einseitigen Bevorzugung von Einzelinvestoren über Jahre  ist der fatale  Eindruck entstanden, dass die Mehrheitsfraktion nur auf die grüne Wiese setzt und die Innenstadt aufgegeben hat.  Dem wollen die Grünen im Stadtrat entgegenwirken.
 Denn  alle sitzen  im selben Boot.  Das Boot heißt: Bersenbrück  in der Samtgemeinde Bersenbrück.