Klimawandel – Was kommt auf uns zu – was können wir tun? Viola von Cramon-Taubadel (MdEP) zu Gast in Bersenbrück

Zum Thema “Klimawandel – Was kommt auf uns zu – was können wir tun?” hatten am 5. August 2021 die Grünen der Samtgemeinde Bersenbrück ins Alte Postamt Bersenbrück eingeladen. Als Expertin war die Abgeordnete des Europäischen Parlaments Viola von Cramon-Taubadel zu Gast, die im Laufe des Abends einen tiefen Einblick in ihre Arbeit und in die Schwierigkeit der Umsetzung des Klimaschutzes auf Europäischer Ebene gab.

Den Einstieg in den Abend lieferte Philipp Heuer, der noch einmal vor Augen führte, dass wir bereits jetzt die Auswirkungen der Klimakrise spüren, die ein schnelles Handeln notwendig machen. Die anstehende “Klimawahl” biete hierfür die Chance, um die entsprechenden Weichen zu stellen. Die wichtigste Aufgabe für die Samtgemeinde sieht Heuer mit Blick auf die Zukunft darin die Siedlungen grüner zu gestalten.

Wie die EU die Gemeinden dabei unterstützen kann und woran manche gute Idee scheitere, erläuterte Viola von Cramon-Taubadel. Sie kämpfe gemeinsam mit der Fraktion der Grünen dafür, dass die „Corona Aufbauhilfen“ der EU möglichst sinnvoll unter dem Blick des Klimaschutzes eingesetzt werden. Dazu fehle aber sowohl im Parlament als auch in den Mitgliedsstaaten die Mehrheit. Dabei erläuterte sie am Beispiel der Agrarsubventionen, wie sinnvolle Förderungen durch Einzelinteressen fehlgeleitet würden. Besonders bedauere sie, dass die Gelder weiterhin mehrheitlich entsprechend der Flächengröße gezahlt werden. Dadurch würden die Bemühungen der Betriebe für den Umwelt- und Klimaschutz nicht die Förderung erhalten, die ihnen zustehe.

Mit Blick auf die kommenden Herausforderungen zum Klimawandel schloss sie, dass es der Anspruch der Politik sein müsse, die richtigen Schritte anhand der wissenschaftlichen Erkenntnisse zu ergreifen und dabei die gesellschaftlichen Erfordernisse im Blick zubehalten. In der anschließenden Diskussion mit den Teilnehmer*innen ging es neben den Themen Energiewende und Mobilität noch einmal konkret um den Hochwasserschutz in den Woltruper Wiesen und begangenen Fehlern bei der Siedlungsentwicklung.

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